Zwischen Faszination und Furcht - 

Ausländische Marktakteure in China auf der Suche nach Stabilität und langfristig gültigen Einfluss- und Erfolgsfaktoren

Über das Buch

 

Chinas Modernisierung wird nur allzu oft als Verwestlichung fehlinterpretiert. Während die China-Berichterstattung zwischen Faszination und Furcht schwankt und Fehler ausländischer Marktakteure nicht abreißen, zeigt ein Vergleich der unternehmerischen Einfluss- und Erfolgsfaktoren vom Kaiserreich bis zur Gegenwart, dass entscheidende Merkmale unverändert gelten. Wirtschaftlicher Erfolg lässt sich demnach auch in China planen.

 

"Der Autor, der über vielfältige eigene Geschäftserfahrungen im Reich der Mitte verfügt, hat die Sachkompetenz, selbst Koryphäen wie Hofstede mit kritischem Blick zu kommentieren. Das Buch ist vor allem China-Handelspraktikern sehr zu empfehlen.“ Prof. Dr. Dr. Harro von Senger

 

Der Inhalt

  • Das konstruierte Chinabild
  • Der Markteintritt im historischen Vergleich
  • Chinesische Wirtschaftspolitik
  • Strategische Marketingplanung ausländischer Unternehmen
  • Probleme der Wirtschaftspraxis in China
  • Hemmnisse im Kulturverständnis
  • Spezifika der chinesischen Gesellschaft
  • Anpassungsnotwendigkeit aufgrund kultureller Unterschiede
  • Die Übersetzung des Markennamens
  • Verpackungsgestaltung
  • Werbung und Kundenansprache
  • Rückschlüsse für Unternehmensaktivitäten in China

 

Inkl. 36 Abbildungen, darunter seltene historische Anzeigenmotive aus Archiven europäischer Unternehmen.

 

Bestellung

 

Peter Lang, 2010, 219 S., zahlr. Abbildungen, geb., sowohl als Druckausgabe als auch als eBook erhältlich

 

www.peterlang.com/view/product/12974

 

Statements zum Buch

 

In Rome, do as the Romans do. This old saying is as true today as it was hundreds of years ago. And as expected, it is also true when embarking on ventures into the Chinese marketplace. Globalization of businesses and success in local markets is no contradiction but the one is a precondition of the other. China is no exception. Global companies can be successful here when adapting to the applicable market rules and paradigms, understanding the intricacies and emotions, preferences, beliefs, relationships and networks while preserving their identities and value core. Dr Tank gives well selected examples of successes and failures and derives methods and tools which were used by our predecessors and which can still give us guidance in the ever increasing challenges to be successful in China. Thank you for this insightful work.

Jörg Ayrle, CFO Specialty Lighting Osram GmbH, Professor at Tongji School of Economics and Management

 

Jegliches Wirken für uns Europäer in China geschieht, wie es der Autor mit Recht und anschaulich darstellt, im Spannungsfeld zweier bedeutender und selbstbewusster Kulturkreise. Dieses Spannungsfeld, respektive die Unterschiede als Ansporn für eine differenzierte Handlungsweise zu nehmen, ist eine der großen Herausforderungen um unternehmerische Aktivitäten in China erfolgreich zu machen. Die Erkenntnisse des vorliegenden Werkes bestätigen, dass dabei eine weltoffene Haltung ohne westliche Überheblichkeit, angemessener Respekt und Anstand, wie er vom Fremden weltweit verlangt wird, Fundament unseres Handelns in China sein sollten. Dann kommen wir zu Angeboten, die für diesen Kulturkreis passen, und zu guten unternehmerischen Leistungen. think global, act local findet hier die zur Zeit wohl anspruchsvollste Anwendung.

Dr. Hansueli Bruderer, Chairman and General Manager Viessmann China
 

Dr. Tank beschreibt in seinem Skript eindrucksvoll mit vielen Beispielen, dass ein/e Unternehmen/Marke sich auf den Chinesischen Markt gezielt einstellen sollte. Nur ein Kopieren des westlichen Erfolgsmodells reicht nicht aus. Für die weitere Entwicklung gilt es, sein/e Unternehmen/Marke richtig auf die verändernden Gegebenheiten in Gesellschaft, Märkten sowie Kundenbedürfnissen anzupassen, um einen nachhaltigen Erfolg zu erreichen. Die angestrebte Modernisierung in China strebt nicht nach einer Verwestlichung, sondern sucht ihren eigenen, Chinesischen Weg. Die aufgeführten Beispiele aus der historischen Betrachtung zeigen auf, dass dies früher bereits entscheidende Merkmal für Erfolg heute unverändert gilt.

Wolfgang Haak, Vice-President Corporate Strategy Beiersdorf AG

 

Wenn es um China geht, scheinen die 'Fremden' jegliches Maß und Urteilsvermögen zu verlieren und alles Bemühen endet in Misserfolg und Unverständnis. Dass dem aber durchaus nicht sein muss, zeigt Dr. Tank eindrucksvoll, profund und wo nötig auch provokativ mit seiner herausragenden Studie. Das Buch sollte von jedem im Chinageschäft Tätigen aufmerksam gelesen werden. Denn Erfolg lässt sich augenscheinlich auch in China planen.

Wolfgang Kohl, President China Gruner + Jahr AG & Co KG

 

'China - ein Spannungsfeld zwischen Faszination und Furcht'. Dr. Dr. Andreas Tank zeigt in seiner Arbeit, dass dies heute wie schon zur Kaiserzeit gilt. Er gibt viele Beispiele, die eindrucksvoll die Parallelen für erfolgreiche Marketingstrategien damals wie heute aufzeigen. Er macht deutlich, dass ein Verstehen der Kulturen zwingend erforderlich ist. Mit der wachsenden Stellung von China als globale Wirtschaftsmacht wird die Bedeutung von Sinologie für viele Unternehmen erheblich zunehmen. Wer China als ein 'second home market' begreift und seine Produkt- und Marktstrategien entsprechend lokalisiert, wird auch erfolgreich einen großen Wachstumsmarkt erschließen können. Dr. Dr. Tank liefert dazu wissenschaftlich fundiert viele anschauliche Ideen.

Dr. Stefan Schmitgen, Director McKinsey & Company, Beijing

 

Die Idee, eine Parallele zwischen der unternehmerischen Bearbeitung des chinesischen Marktes vor 1949 und seit 1978 zu ziehen, ist ein Novum. Die Bearbeitung dieses Forschungsthemas ermöglicht erstmals, über den Zeitraum von mehreren Jahrhunderten langfristige Erfolgsfaktoren im China-Geschäft aufzuzeigen. Besonders spannend sind dabei die Einblicke in die Archive von Unternehmen, welche sowohl zu Zeiten des Kaiserreiches als auch heutzutage in China tätig waren und sind. Die Rückschlüsse fordern die Verifizierung heutiger Strategien und Methoden ein!

Michaela Stolz-Schmitz, Vice-President, Director Major Events and Corporate Cultural Affairs, Siemens Ltd. China

 

Wertvoller Blick in die Vergangenheit. Wer in China erfolgreich sein will, muss nicht nur lernen, China in all seinen Facetten zu verstehen (was weit mehr ausmacht als allein die sprachliche Verständigung). Es lohnt sich auch ein Blick zurück in die Vergangenheit. Sich mit der Geschichte deutsch-chinesischer Wirtschaftsbeziehungen auseinander zu setzen, weitet nicht nur den Blick auf einen Markt, der allgemein als schwierig und kompliziert definiert wird, sondern hilft auch, alte Fehler (die zum Teil vor 100 Jahren in derselben Weise begangen wurden wie das heute oft der Fall ist) zu vermeiden und Strategien zu entwickeln, die zum wirtschaftlichen Erfolg führen.

Peter Tichauer, Chefredakteur ChinaContact

 

Ein Verdienst des Manuskripts liegt darin, dass die - zwar nicht totale, aber teilweise gegebene - Andersartigkeit der chinesischen Kultur wahrgenommen und im Hinblick auf Handelsbeziehungen zu konkreten und durchwegs bedenkenswerten Ratschlägen geistig verarbeitet wird. Diese Ratschläge betreffen unter anderem die Wahl des chinesischen Namens eines ausländischen Unternehmens, die Gestaltung der Verpackung eines ausländisches Produkts, ja selbst die oftmals an China anzupassende Konzeption des Produktes selbst. Die wertvollen Tips werden häufig mit seltenem Bildmaterial veranschaulicht. Der Autor, der über vielfältige eigene Geschäftserfahrungen im Reich der Mitte verfügt, hat die Sachkompetenz, selbst Koriphäen wie Hofstede mit kritischem Blick zu kommentieren. Das Buch ist vor allem China-Handelspraktikern sehr zu empfehlen.

Prof. Dr. Dr. Harro von Senger, Universität Freiburg im Breisgau

 

Neue Märkte erkunden, aufbauen und bedienen, das hat die Europäer zu dem gemacht, was sie sind. Mit großem Mut erkunden die Menschen jedoch stets überall auf der Erde die Grenzen ihrer Erkenntnis und Fertigkeiten immer aufs Neue. Das ist die Sache der Menschen, ganz gleich wo. Das ist die Triebfeder des Unternehmertums auch in China. Dabei steht immer viel auf dem Spiel, oft genug das ganze Unternehmen. Seit der Öffnungspolitik des modernen Chinas besteht aber die vielleicht größte Gefahr darin, den Totalverlust der kulturellen Eigenheit zu riskieren, ja der Identität des Chinesischen im Augenblick des Auftauchens und Eindringens des Anderen, und sei es als Ware. Der ausländische Marktteilnehmer, der seine Ware auf dem chinesischen Markt anpreisen und verkaufen will, dringt vermutlich tiefer ein in dieses Land, in diese Kultur und in die Seelen der Menschen, als es je einem kriegerischen Eroberer gelungen wäre. Andreas Tank zeigt dies mit seiner wunderbar weit ausholenden Arbeit in seiner geschichtlichen wie wirtschaftlichen Dimension und führt dem Leser vor Augen, was die Wirtschaft tut: sie erobert, wenn auch ohne Kanonen. Dass das nicht immer ohne Schaden für den ausländischen Marktteilnehmer abgeht, besonders wenn die Vorbereitung und die Grundeinstellung zum Neuen nicht stimmt - klangvolle und weltweit bekannte Namen nicht ausgenommen - weist Andreas Tank auf vielen Ebenen mit einer großen kulturellen und wirtschaftlichen Kompetenz nach. Mit Bravour und einer erschreckender Naivität haben schon viele ihre Marktchancen auf den fruchtbaren Äckern Chinas vertan. Der Autor hält uns den Spiegel vor, uns - den sich allmächtig wähnenden Ökonomen, Rechen- und Wortkünstlern. Seine große Leistung ist es, dass Andreas Tank nicht davor zurückweicht, in uns die Logik der Unbelehrbarkeit, des Trugschlusses mangels Einfühlungsvermögen aufzudecken. Andreas Tanks Untersuchungen bieten uns aber Lösungsansätze, mit denen wir beides erreichen können: unsere Warenwelt in China bekannt zu machen und die chinesischen Märkte mit unseren Produkten Gewinn bringend zu bedienen, und dabei dennoch das Chinesische Empfinden im Umgang mit unseren Waren, mit unserer eigenen, ganz anderen Welt, die diese Waren erdacht und hergestellt hat, zu berücksichtigen. Erst wenn uns gelingt, was Andreas Tank uns da vorschlägt, nämlich Vielfalt und Einmaligkeit dieser Kultur in unserer Marktzugangsstrategie zu akzeptieren, erst dann machen wir uns nicht mehr zum Verbündeten des endgültigen Auslöschens der chinesischen Kultur, die einen der letzten eigenständigen und abgeschlossenen Märkte dieser Welt immer noch selbstbewusst bestimmt. Umgekehrt, wenn uns tatsächlich eines Tages die kulturelle Vielfalt in der Welt abhanden kommt - und das schließt die Warenwelt ein, und wie wir mit ihr umgehen - verlieren wir jegliche Chance auf Abstand und Erneuerung. Das gilt für unsere Kultur insgesamt ebenso wie für die Teile derselben, der Wirtschaft, der Technik, der Entwicklung unserer Produkte, auf welche Weise und mit welchen Einsätzen wir sie herstellen und wie wir sie kommunizieren. Darin liegt von jeher der Bann des Fremden, der immer zwischen Verheißung und Bedrohung, Glück und Tragik, eben Faszination und Furcht schwankt. Hier liegt das uns als Unternehmer treibende Element, das wir lieber anreichern sollten, durch eine tiefere und zugleich freiere, spielerische Sicht auf den chinesischen Markt, so wie es Andreas Tank uns in diesem spannend zu lesenden Buch eröffnet.

Christoph Graf von Waldersee, Managing Director Asia Water Development Corporation Limited (HK)

 

History is the best early warning system I know, and nowhere else needed more than in China, where we barbarians are trying to conduct business with the eldest continuous civilization in the world. Dr. Tank's work is very important for us to see patterns in business and in the social fabric.

Jörg Wuttke, Chief Representative BASF (China) Company Limited

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© Dr. Dr. Andreas Tank, Shanghai, China